Energy Harvesting

Unsere batterielosen Funksensoren sammeln und speichern kleinste Mengen an Energie aus der Umgebung

Wer kennt nicht das wohltuende Gefühl, von der Frühlingssonne gewärmt zu werden oder frische Waldluft einzuatmen? Das kann ein richtiger Energiekick sein! Genau so werden auch unsere energieautarken Sensoren und Schalter versorgt. Sie benötigen weder Batterien noch Kabel, sondern „ernten“ die Energie einfach aus der Luft. Genauer gesagt gewinnen sie Energie aus Bewegung, Licht und Temperaturunterschieden. Dieses Prinzip namens Energy Harvesting ist nicht nur eine kostengünstigere, sondern auch nachhaltigere Alternative zu Batterien und Kabeln.

Die Kombination aus miniaturisierten Energiewandlern und energieeffizienter Funktechnik ermöglicht wartungsfreie Funksensorlösungen für den Einsatz in Gebäuden, Smart Homes, Industrieanlagen sowie dem Internet der Dinge.

Funktionsweise

Wussten Sie, dass beim Betätigen eines Schalters genug Energie freigesetzt wird, um Haushaltsgeräte oder Leuchten ein- und ausschalten? Energy Harvesting macht’s möglich. Unsere batterielosen Schaltermodule sind mit einem winzigen elektromechanischen Energiewandler ausgestattet, der diese Bewegung nutzt, um Energie für das Senden eines Funktelegramms zu erzeugen. Das ist keine große Sache.

Das Großartige daran ist, dass sich die Energy-Harvesting-Schalter optisch nicht von herkömmlichen Modellen unterscheiden. Sie können zwischen einfachen Ein/Aus- oder Auf/Ab-Schaltern, Schiebe- und Drehreglern wählen, um Lichtfarbe und -intensität, Heizung, Home-Entertainment- oder Sicherheitssysteme zu steuern. Sie sind stets einsatzbereit und stehen allen Personen im Haus zur Verfügung.

Darüber hinaus können nicht nur Funkschalter verwendet werden. Die Technik funktioniert genauso bei Fensterkontakt-Sensoren, die Sie über geöffnete Fenster informieren, und sogar bei Wassersensoren. Bei Letzteren kommt ein quellfähiges Material zum Einsatz, das durch Ausdehnung den elektromechanischen Energiewandler aktiviert. Unter der Badewanne oder Waschmaschine montierte Sensoren helfen so, Wasserschäden zu vermeiden.

Die kleinen Solarzellen auf unseren Funksensormodulen sind in der Lage, Licht in Energie umzuwandeln. Hierfür sind keine hohen Lichtstärken erforderlich – schon 200 Lux oder weniger reichen völlig aus. Damit lassen sich unterschiedliche Sensoren betreiben, zum Beispiel Feuchtigkeits-, Temperatur- und Anwesenheitssensoren sowie Fensterkontakte. Ein großer Pluspunkt: Die Sensoren speichern die gesamte Energie, sodass die Energieversorgung jederzeit für bis zu vier Tage gesichert ist.

Die EnOcean-Sensormodule verwenden die Energie zudem für die Kommunikation über verschiedene Low-Energy-Funkstandards (EnOcean, Zigbee, Bluetooth®).

Ist es nicht erstaunlich, dass eine Temperaturdifferenz von nur 2 Grad Celsius ausreicht, um genug Energie für den Betrieb eines Funksensors zu erzeugen? Dafür sind lediglich ein Peltier-Element und ein DC/DC-Wandler erforderlich. Diese Methode eignet sich zum Beispiel hervorragend für energieautarke Heizkörperstellventile, die den Temperaturunterschied zwischen dem Heizkörper und der Umgebung nutzen. Mit dieser Energie können sie den Ventilhub verstellen und per Funk mit einem solarbetriebenen Raumregler kommunizieren.

Das ist drin

Kinetischer Energiewandler ECO 200

In Kombination mit einem Funkschaltermodul ermöglicht der kinetische Energiewandler zahlreiche batterielose Schalteranwendungen.

Solarzelle für batterielose Funksensoren ECS 300

Die Solarzelle versorgt die batterielosen Funksensoren von EnOcean mit Energie.

Thermoenergie-wandler ECT 310 Perpetuum

Der Thermoenergiewandler ist auf batterielose Funksensoren und Aktoren ausgelegt.

Energiegewinnung – aber nachhaltig

Bei EnOcean nutzen wir seit 20 Jahren erneuerbare Energie als Kraftwerk für unsere energieautarken Funksensoren und -schalter. Unsere Energy-Harvesting-Lösungen machen Batterien und Kabel überflüssig, denn sie arbeiten vollständig autark – mit Energie aus Bewegung, Licht oder Temperaturunterschieden.

Nachhaltigkeit können wir erreichen, indem wir möglichst ressourcenschonende Technologien einsetzen, um Wohnungen, Gebäude und Anlagen effizienter zu machen. Dazu gehört, die Temperatur automatisch abzusenken und das Licht auszuschalten, wenn sich keine Person im Raum befindet, oder Flächen zu verkleinern, die nicht vollständig genutzt werden.

Die Digitalisierung mit energieautarken Sensoren, die notwendige Rohdaten liefern, macht all dies möglich. Weniger Kupfer und PVC in den Wänden (ohne Kabel) und mehr Energy Harvesting liefern weitere Nachhaltigkeits-Pluspunkte.