Schüler vor Hitzschlag schützen mit EnOcean-basierter Intelligenz

Januar 14, 2026

In den letzten Jahren ist extreme Sommerhitze für Schulen in Japan zur täglichen Realität geworden. Unterricht im Freien, Sportunterricht und Vereinsaktivitäten setzen Schülerinnen und Schüler zunehmend gefährlichen Bedingungen aus.

In den letzten Jahren ist extreme Sommerhitze für Schulen in Japan zur täglichen Realität geworden.
Unterricht im Freien, Sportunterricht und Vereinsaktivitäten setzen Schülerinnen und Schüler zunehmend gefährlichen Bedingungen aus.

Lehrkräfte tragen die Verantwortung zu entscheiden, ob Aktivitäten sicher fortgesetzt werden können. Diese Entscheidungen basierten früher auf manuellen Messungen und persönlicher Erfahrung.

Das Schulpersonal musste mehrmals täglich Schulhöfe und Turnhallen aufsuchen. Die Messergebnisse wurden handschriftlich dokumentiert und mündlich weitergegeben. Dieser Prozess war zeitaufwendig, uneinheitlich und belastend. Vor allem aber führte er zu Unsicherheit, wenn die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler auf dem Spiel stand.

Daten in Sicherheit und Vertrauen verwandeln

Nifco erkannte, dass die Prävention von Hitzschlägen objektive, kontinuierliche und zuverlässige Daten erfordert. Das Unternehmen entwickelte ein Hitzschlag-Präventionssystem auf Basis der energieautarken EnOcean-Technologie. Energy Harvesting ermöglicht es Sensoren, Umgebungsenergie zu nutzen und ohne Batterien oder Kabel zu arbeiten.

Ultra low-power EnOcean-Sensoren wurden auf Schulhöfen und in Turnhallen installiert. Sie messen kontinuierlich Temperatur und Luftfeuchtigkeit bei minimalem Wartungsaufwand.

Das System berechnet automatisch die WBGT-Werte (Wet Bulb Global Temperature). Alle Daten werden drahtlos an eine Cloud-Plattform übertragen. Lehrkräfte und Verwaltungsmitarbeitende können die Bedingungen jederzeit über PC oder Smartphone überprüfen. Klare Gefahrenstufen machen Risiken auf einen Blick verständlich. Werden Grenzwerte überschritten, werden sofort Warnmeldungen versendet. So entfällt das Rätselraten bei kritischen Entscheidungen.

Arbeitsentlastung bei gleichzeitig schnellerer Reaktion

Die Auswirkungen auf den Schulalltag waren sofort spürbar. Lehrkräfte mussten keine manuellen Messungen mehr durchführen. Frühmorgendliche Kontrollen und wiederholte Ortsbegehungen entfielen.

Entscheidungen über Aktivitäten wurden schneller und transparenter. Auch die Schülerinnen und Schüler profitierten von klaren Erklärungen. Wenn Aktivitäten abgesagt wurden, konnten Lehrkräfte reale Daten auf dem Bildschirm zeigen. Dies verbesserte das Verständnis und die Akzeptanz bei den Lernenden. Gleichzeitig gewannen die Schulen langfristige Datengrundlagen für Planungs- und Verbesserungsmaßnahmen. Hitzetrends konnten standort- und saisonspezifisch analysiert werden.

Von der lokalen Einführung zum skalierbaren Modell

Das System wurde in öffentlichen Schulen der Stadt Yokosuka eingeführt. Heute unterstützt es Dutzende Schulen mit einem einheitlichen Überwachungskonzept. Wartungsfreie EnOcean-Sensoren gewährleisten einen langfristigen Betrieb bei niedrigen Kosten. Die Lösung lässt sich problemlos skalieren – ohne aufwendige Verkabelung oder Batteriewechsel.

„Die EnOcean-Technologie hat es uns ermöglicht, ein zuverlässiges, wartungsfreies System zu schaffen, das Kinder schützt und Lehrkräfte unterstützt“, sagt Takaaki Nakamura, Business Unit Manager Connected Business Unit bei Life Solutions Company, Nifco Inc.

Dieses Projekt zeigt heute, wie energieautarke IoT-Lösungen die Prävention von Hitzschlägen grundlegend verändern können. Es verwandelt Umweltdaten in konkretes Handeln – und schafft vor allem sicherere Lernumgebungen für die nächste Generation.

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